{"id":640,"date":"2017-07-07T08:47:13","date_gmt":"2017-07-07T06:47:13","guid":{"rendered":"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/?page_id=640"},"modified":"2017-10-18T15:56:17","modified_gmt":"2017-10-18T13:56:17","slug":"karacsony","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/karacsony\/","title":{"rendered":"Kirche und Friedhof"},"content":{"rendered":"<h5>Kirchen<\/h5>\n<figure id=\"attachment_703\" aria-describedby=\"caption-attachment-703\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-703\" src=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/neu\/VC5A7665.JPG\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\"><figcaption id=\"caption-attachment-703\" class=\"wp-caption-text\">Grundherr und Stifter der Kirche war die Familie&nbsp;Karatsonyi.&nbsp; Grabsteine an der hintern Wand der Kirche in Gro\u00df-Scham bezeugen dies.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Freudenthaler Kirche wurde bereits 1786 errichtet, in etwa zeitgleich mit der Ansiedlung der Kolonisten.<\/p>\n<p>1809 zogen die Freudenthaler nach Gro\u00df-Scham. Da die umgesiedelten Rum\u00e4nen ihre Kirche mitnahmen, wurde auf dem Kirchengel\u00e4nde eine neue gebaut und 1812 eingeweiht. In den 1820er-Jahren wurde die Kirche mit Kanzel und Orgel ausgestattet.&nbsp;<br \/>\n1834 wurde die Kirche erneuert, vergr\u00f6\u00dfert und dem Namen Mariens geweiht; 1883 wurde die Kirche restauriert und in den Folgejahren auch die Innenausstattung erweitert. Zur 100-Jahr-Feier, 1909, erhielt die Kirche einen neuen Hauptaltar.<br \/>\nErst 1929 wurde wieder renoviert, wobei nur die gr\u00f6bsten Sch\u00e4den beseitigt wurden. Gr\u00f6\u00dfere finanzielle Mittel standen 1936\/37 zur Verf\u00fcgung, und Renovierungsarbeiten konnten wieder durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Nach dem 2. Weltkrieg war das religi\u00f6se Leben vielfach gehemmt und die Kirche verwahrloste&nbsp;infolge mangelnder F\u00fcrsorge. &nbsp;Aufgrund von Ver\u00e4nderungen im kirchlichen Leben ab den 1950er-Jahren &#8211; Konstituierung eines Kirchenrats &#8211; wurden auch wieder Instandsetzungsarbeiten geleistet. Weitere Meilensteine in der Geschichte der Kirche sind die Ausmalung (1964) und die Montage eines neuen Turmkreuzes (1968).<\/p>\n<p>Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Zahl der deutschen Bewohner un\u00adserer Gemeinde durch Abwanderung in die St\u00e4dte oder in andere L\u00e4nder immer weiter verringert. 2017 lebt nur noch eine Handvoll Deutsche dort.&nbsp;<\/p>\n<p><small><a href=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/die-gross-schamer-kirche-impressionen\/\">Gro\u00df-Schamer Kirche nach 2007 &#8211; Bilder<\/a><\/small><\/p>\n<figure id=\"attachment_889\" aria-describedby=\"caption-attachment-889\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-889\" style=\"font-weight: bold; background-color: transparent; text-align: inherit;\" src=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/neu\/VC5A7851.JPG\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\"><figcaption id=\"caption-attachment-889\" class=\"wp-caption-text\">Kirchenglocke von 1802<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Glocken<\/strong><br \/>\nDie bereits 1786 errichtete Freudenthaler Kirche erhielt 1787 zwei Glocken. Sie stammten aus der amtlich geschlossenen Kreuz-Berg-Kapelle in Werschetz.&nbsp;<br \/>\nDie Kirche in Gro\u00df-Scham erhielt 1833 eine Glocke, die den Heiligen Nikolaus und Antonius geweiht wurde. Weitere Glocken wurde 1855 und 1867 in Auftrag gegeben. Bemerkenswert ist auch, dass am 18. Oktober 1916 das Milit\u00e4r vier der f\u00fcnf Kirchenglocken f\u00fcr Kriegszwecke&nbsp;requirierte.&nbsp;<br \/>\nNach dem 1. Weltkrieg organisierten die in die USA ausgewanderten Gro\u00df-Schamer eine Sammelaktion, deren Ertrag f\u00fcr die Anschaffung einer Glocke verwendet wurde. Sie war mit der Aufschrift \u00bbGewidmet von unseren <a href=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/glockenspende.jpg\">Landsleuten aus Amerika<\/a>, Gro\u00df-Schamer Kirchweih, 1924.\u00ab versehen. Eine zweite Glocke stiftete im selben Jahr die Gemeinde. Sie trug die Aufschrift: \u00bbHerz Jesu, sei unsere Rettung. 1924.\u00ab<br \/>\n1975 wurde die Kirche mit einer elektrischen L\u00e4utanlage ausgestattet, die mit der Unterst\u00fctzung der nach Deutschland ausgewanderten Gro\u00df-Schamer angeschafft wurde.<\/p>\n<p><strong>Orgeln<\/strong><br \/>\n1820 wurde in die 1812 eingeweihte Kirche eine Orgel eingebaut. Etwa 30 Jahre sp\u00e4ter (1848)<br \/>\nwurde eine neue Orgel mit 18 Mutationen beauftragt. Die Aufstellung konnte infolge der Revolution erst 1850 vorgenommen werden.<br \/>\nDie Orgel wurde 1931 restauriert. 1971 erhielt sie einen Elektromotor; zugleich wurden auch die fehlenden Pfeifen ersetzt.<\/p>\n<p><small>Die Gro\u00df-Schamer Orgel beschrieben in Franz Metz: Banater Orgeln und Orgelbauer. Edition Musik S\u00fcdost,&nbsp;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.edition-musik-suedost.de\/html\/grossscham.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.edition-musik-suedost.de\/html\/grossscham.html<\/a><\/small><\/p>\n<h5>Friedh\u00f6fe<\/h5>\n<figure id=\"attachment_28\" aria-describedby=\"caption-attachment-28\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-28\" src=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P8021062-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P8021062-225x300.jpg 225w, https:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P8021062-768x1024.jpg 768w, https:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P8021062.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28\" class=\"wp-caption-text\">Friedhofstor in Gro\u00df-Scham<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aufgrund unzureichender Informationen kann nichts \u00fcber die Entstehung und den Ort des Friedhofes in Freudenthal gesagt werden.<\/p>\n<p>Der Gro\u00df-Schamer Friedhof befand sich im 18. Jahrhundert im Norden des Dorfes, am rechten Ufer der Schemitza. 1816, bei einer \u00dcberschwemmung, wurden gro\u00dfe Teile des Dorfes zerst\u00f6rt. Zwar gibt es keine genauen Daten, aber es steht fest, dass wohl in den Folgejahren eine Standortverlegung stattfand. So wird erst das Jahr 1888 in Zusammenhang mit einer Weihe des neuen Friedhofs genannt. Im Jahre 1889 erhielt der Friedhof&nbsp;eiserne Tore und Schotterwege.&nbsp;<br \/>\n1929 wurde auf Initiative des Katholischen Frauenvereins Kreuzwegstationen auf dem Friedhof erbaut.<br \/>\nNach dem 2. Weltkrieg war auch der Friedhof in einem desolaten Zustand. Erst ab 1958 wurde der Friedhof instand gesetzt: Wege saniert, die Kapellen renoviert, zwei Betonbrunnengestelle gebaut. Zu jener Zeit wurden im Innenraum der Friedhofskapelle Gedenkkreuze f\u00fcr die im Krieg Gefallenen und Vermissten angebracht. Sp\u00e4ter, 1969, wurde das vom Kirchturm abgebaute Kreuz auf dem Friedhof zum Gedenken der dort begrabenen Priester aufgestellt.<\/p>\n<p><strong>Friedhofskapellen<\/strong><br \/>\nKurz nacheinander entstanden zwei Kapellen auf unserem Friedhof. Die erste lie\u00dfen Andreas und Filipp Lauritz im Jahre 1893 erbauen. Die zweite, eine Gruftkapelle mit Altar, wurde von den Familien Rohr und Mayer gestiftet und 1906 von Pfarrer Anton Grosz geweiht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/friedhof-impressionen\/\"><small>Gro\u00df-Schamer Friedhof nach 2007 &#8211; Bilder<\/small><\/a><\/p>\n<p><small>Quelle der Seite: Anton P. Petri, Hans Schmidt (1987): Heimatbuch der deutschen Gemeinde Gro\u00df-Scham im Banat. Gro\u00df-Schamer Heimatortgemeinschaft (Hrg.), Donauschw\u00e4bische Beitr\u00e4ge Nr. 81, S. 183-210<\/small><\/p>\n<h5><strong>Kriegerdenkmal<br \/>\n<\/strong><\/h5>\n<figure id=\"attachment_679\" aria-describedby=\"caption-attachment-679\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-679\" src=\"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/neu\/VC5A7641.JPG\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\"><figcaption id=\"caption-attachment-679\" class=\"wp-caption-text\">Kriegerdenkmal<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Da\u00df in der Gemeinde Gro\u00dfscham erst 1936 ein Kriegerdenkmal errichtet wurde, mag mehrere Ursachen haben. Zum einen konzentrierte sich die Gemeinde nach dem Krieg bis 1924 auf die Anschaffung neuer Glocken. Die Gelder daf\u00fcr kamen aus Amerika. Auch die Familien von Kriegstoten lie\u00dfen eine Glocke f\u00fcr die Friedhofskapelle anfertigen \u201eals Andenken f\u00fcr ihre gefallenen S\u00f6hne\u201c. Die Glocke hatte die Inschrift \u201eVerk\u00fcnde das Seelenheil der gefallenen Krieger\u201c. Damit war von diesen Angeh\u00f6rigen die erste Trauerarbeit getan. Ein anderer Grund f\u00fcr die sp\u00e4te Aufstellung eines Kriegerdenkmals war die ethnische Heterogenit\u00e4t&nbsp;des Dorfes, von den Bewohnern waren \u201enur\u201c 74% deutsch. Die Deutschen des&nbsp;Dorfes richteten sich in den 1920ern haupts\u00e4chlich gegen die Ungarn. Diese ethnische Heterogenit\u00e4t kann auch eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr sein, da\u00df das 1936 errichtete Kriegerdenkmal eine zweisprachige, und zwar deutsche und rum\u00e4nische, Inschrift hat. Der Hauptgrund f\u00fcr die sp\u00e4te Errichtung war letztlich das Fehlen eines Initiators, was auch daf\u00fcr spricht, da\u00df die Kirche sich in diesem Fall desinteressiert zeigte. Erst 1936 regte der \u00f6rtliche Kaufmann und Kriegsinvalide Peter K\u00e4mpfer das Denkmal an und organisierte auch die Geldsammlungen.<br \/>\nDie Dorfbev\u00f6lkerung gab ihren Beitrag auch in der Weise, da\u00df sie an der Stelle, an der das<br \/>\nDenkmal stehen sollte, 500 Fuhren Erde aufsch\u00fctten half. Die zweisprachige Inschrift<br \/>\nlautet \u201eZu Ehren der gefallenen und vermi\u00dften Helden im Weltkrieg\/ 1914-1918\/der<br \/>\nGemeinde Jamul-Mare. \/Euer Tod ist unser Leben\u201c. Allerdings war der letzte Satz \u201eEuer<br \/>\nTod ist unser Leben\u201c nur auf deutsch zu lesen.<br \/>\n<small>Auszug aus Bernhard B\u00f6ttcher (2009):&nbsp;Gefallen f\u00fcr Volk und Heimat, B\u00f6hlau Verlag, K\u00f6ln-Weimar-Wien, S. 294.<\/small><\/p>\n<p><small>Weiterf\u00fchrende Literatur:<br \/>\nWalther Konschitzky (2015): Kriegerdenkm\u00e4ler im Zeichen des Kreuzes. Otre des Erinnerns an die Opfer des Ersten Weltkrieges im Banat. Banat Verlag Erding<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirchen Die Freudenthaler Kirche wurde bereits 1786 errichtet, in etwa zeitgleich mit der Ansiedlung der Kolonisten. 1809 zogen die Freudenthaler nach Gro\u00df-Scham. Da die umgesiedelten Rum\u00e4nen ihre Kirche mitnahmen, wurde auf dem Kirchengel\u00e4nde eine neue gebaut und 1812 eingeweiht. 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