{"id":1257,"date":"2017-07-18T17:29:37","date_gmt":"2017-07-18T15:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/?page_id=1257"},"modified":"2017-07-18T17:29:37","modified_gmt":"2017-07-18T15:29:37","slug":"matthias-hubert","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/clandata.sytes.net\/wordpress\/matthias-hubert\/","title":{"rendered":"Matthias Hubert"},"content":{"rendered":"<p>Die wenigsten Temeswarer wissen, dass an der 23-August-Ringstra\u00dfe sieben Geb\u00e4ude stehen, die nach den Entw\u00fcrfen von Arch. Prof. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mathias_Hubert\">Matthias Huber<\/a>t erbaut wurden. Diese sind: Ciobanu-Palais, Jahner-Haus (mit der Apotheke Nr. 3), das ehemalige Industrielyceum, ORL-Klinik, Pionierhaus, Piatas-Haus (mit dem Gostat-Laden) und schliesslich der Sitz des Kreisparteikomitees und der Kreisvolksrates. Ebenfalls von ihm stammen folgende \u00f6ffentlichen Bauten: Medizinfakult\u00e4t und der alte Fl\u00fcgel des Hotel &#8222;Timisoara&#8220; (das erste Sechsstockhaus in Temeswar, mit einem sechs Meter tiefen Fundament und mit dem &#8222;Schw\u00e4bischen&#8220; Giebel); ausserdem die orthodoxe Kirche in der Mehala, die Ackerbauschule in Woiteg so wie jene in Tirgu-Jiu. Dazu kommen noch zahlreiche Privatbauten. Als Mitarbeiter zeichneten gelegentlich Arch. Prof. Victor Vlad und Ing. Suciu.<\/p>\n<p>Matthias Hubert wurde im August 1892 in Gro\u00df-Scham geboren. Er starb am 29. Januar 1964 in Temeswar. Nach der Mittelschule in Werschetz inskribierte er an der &#8222;K\u00f6niglichen Josef-Kunsthochschule&#8220; in Budapest und promovierte dort am 7. Juni 1918. Ab 1919 war Hubert Professor der H\u00f6heren Gewebeschule in Temeswar, wo er nahezu vierzig Jahre unterrichtete. Viele seiner Sch\u00fcler sind heute in staatlichen Bauunternehmen angestellt, darunter auch seine zwei T\u00f6chter als Projektanten: Adelheid war 26 Jahre lang bei IPROTIM im Arbeitskreis von Arch. Hans und Aurelia Fackelmann. Nach dem zweiten Weltkrieg unterrichtete Hubert auch an einer Berufsmittelschule. Das Jahrbuch der Gewerbeschule f\u00fcr 1925-26 f\u00fchrt ihn als Assistenten des hiesigen Polytechnikums. Eine Zeit lang z\u00e4hlte er zu den Mitgliedern des Rum\u00e4nischen Architektenkollegiums.<br \/>\nMatthias Hubert war unerm\u00fcdlich im Einsatz f\u00fcr Kultur und Bildung. Nach dem ersten Weltkrieg hielt er auf Banater D\u00f6rfern Vortr\u00e4ge \u00fcber Kunst und Schrifttum, bespielweise \u00fcber Adam M\u00fcller-Gutenbrunn. In seiner Freizeit malte er weit \u00fcber hundert \u00d6lbilder, die er an Freunde und Bekannte verschenkte, legte ein Buch an mit namenhaften M\u00e4nnern aus Kunst und Geschichte, verfasste dazu Texte und zahlreiche Illustrationen. Die Maler Ferch, Lenhardt, der Bildhauer Rothsching verkehrten in seinem Haus, erinnert sich seine Gattin Magdalene. Besonders gut befreundet war er mit seinem Direktor, dem Maler Corneliu Liuba. Wie er \u00fcber Kunst und Menschen dachte, daf\u00fcr ist der Spruch an seinem B\u00fccherkasten bezeichnend: &#8222;Die Liebe zur Sch\u00f6pfung, die Lust am Erkennen und Nachbilden gleichviel, ob eine Verwertung denkbar sei oder nicht, ist mir eine innerliche Beseeligung und macht mich gl\u00fccklich&#8220;. Es gab keinen Bau, wo er nicht t\u00e4glich auf dem Ger\u00fcst erschien. Bedenkt man, dass er hinkte, so war das keine leichte Sache. Bei so einer Gelegenheit fragte ihn ein Maurer: &#8222;Erm\u00fcden sie nicht, t\u00e4glich heraufzusteigen?, worauf er antwortete: Ich muss mich doch \u00fcberzeugen, ob es sich leben l\u00e4sst, in dem, was ich entworfen habe&#8220;. Der viel zu fr\u00fch verstorbene Architekt Hans Fackelmann \u00e4u\u00dferte sich \u00fcber Professor Matthias Hubert in einem Gespr\u00e4ch folgenderma\u00dfen: &#8222;Er wusste an einem Bau die R\u00e4ume im klassischen Sinne einzuteilen und auszun\u00fctzen. Wer sich davon \u00fcberzeugenwill, der besuche das Medizinische Institut oder den Sitz des Kreisvolksrates&#8220;.<\/p>\n<p><small>Quelle f\u00fcr diese Seite:<br \/>\nHans Mokka (1982): NBZ, 19. September<\/small><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wenigsten Temeswarer wissen, dass an der 23-August-Ringstra\u00dfe sieben Geb\u00e4ude stehen, die nach den Entw\u00fcrfen von Arch. Prof. Matthias Hubert erbaut wurden. Diese sind: Ciobanu-Palais, Jahner-Haus (mit der Apotheke Nr. 3), das ehemalige Industrielyceum, ORL-Klinik, Pionierhaus, Piatas-Haus (mit dem Gostat-Laden) und schliesslich der Sitz des Kreisparteikomitees und der Kreisvolksrates. 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